Fortsetzung Teil III: Die Player

b) Die Teams

Die Profi-Teams, auch Clans genannt, sind häufig in mehreren Spieledisziplinen aktiv, in unterschiedlichen Städten weltweit stationiert und meist Teil einer eSports Organisation, die finanziell grundsätzlich unabhängig von den Turnierveranstaltern ist. So ist zum Beispiel SK Gaming, 1997 von vier Freunden gegründet, heute als GmbH & Co. KG organisiert und unterhält Teams in unterschiedlichen Spielekategorien wie CS:GO, FIFA, etc.

Mehr als 350 solcher Clans haben im Jahr 2017 Preisgelder in Turnieren gewonnen. Eine Übersicht über die erfolgreichsten Profiteams (nach Spielen kategorisiert) finden sich zum Beispiel unter www.gosugamers.net/rankings oder www.businessinsider.de. Wie eine Übersicht aus dem „The eSports Observer“ zeigt, hat Team Liquid 2017, gemessen an den gewonnenen Preisgeldern, am erfolgreichsten an Turnieren teilgenommen:

Teams Earnings

(“The Top 10 Teams of 2017, Based on Distributed Earnings”)

Die Teams finanzieren sich aber nicht nur über ausgeschüttete Preisgelder. Hinzukommen Investorengelder, die zum Teil in Millionenhöhe ausgeschüttet werden. So konnte FNATIC, einer der größten Clans, im April 2017 ca. 7 Millionen Euro an Investorengeldern zusammentragen (vgl. esports.inquirer.net/).

Preisgelder wie auch Investoren-/Sponsorengelder stellen also die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Teams sicher und ermöglichen es den besten Spielern, eSports hauptberuflich mit hohen Jahreseinkommen auszuüben (Topverdiener, vgl. redbull.com/Top-Verdiener Hearthstone). Darüber hinaus haben bekannte Teams, wie zum Beispiel FNATIC, neben der Vermarktung der eigenen Spieler mittlerweile ein eigenes Hardware-Business etabliert und damit zusätzliche Einnahmequellen geschaffen, indem sie beispielsweise eigene Keyboards und Mäuse verkaufen.

Anders verhält es sich, wenn multinationale Unternehmen mit Markenprodukten eigene Teams bilden, die direkt vom Unternehmen finanziert werden, wie zum Beispiel die Teams von von Red Bull, Coca-Cola oder Samsung. Daneben steigen in Deutschland auch immer mehr traditionelle Fußballclubs wie Schalke 04 (mit LOL und FIFA), VfL Wolfsburg, RB Leipzig, VfL Bochum, VfB Stuttgart und der 1. FC Nürnberg (alle mit FIFA) ins eSports Geschäft ein und bauen eigene Teams auf, die an Wettkämpfen teilnehmen.

Mit Blick auf die Beliebtheit in den Social Media Rankings liegen der FaZe-Clan (bei Twitter und Instagram) und auch FNATIC (bei Facebook) an der Spitze (vgl. Übersicht).

Der nächste Beitrag widmet sich den Liga- und Turnierveranstaltern.

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